Chronik von Großbellhofen

Unser Ort liegt am Fuße des "Alten Rothenberg", jetzt Reisberg genannt. Im 13. Jahrhundert Reichsministerialiensitz (Reichsbeamter) auf dem 507 m hohen "Rotenberg". Formation: Roter Doggersandstein, daher wohl der Name. 1301 wurde die auf Steinfundamenten errichtete Holzburg bei einer Kriegshandlung zerstört. Zur Versorgung diente der Lochhof.

Großbellhofen von Kirchröttenbach kommend
um 1285
Der Name Bellhofen (Pelhoven) ist wahrscheinlich zu deuten zu den Höfen eines gewissen Bello. In alter Zeit wird zwischen Ober-Pellhofen (Großbellhofen) und Unter-Pellhofen (Kleinbellhofen) unterschieden. Sie lagen beide in der Herrschaft Rothenberg sowie auch Weigensdorf und Röhrischhof und erlebten deren geschichtlichen Werdegang.

1639
Im 30-jährigen Krieg ein Dorf von 8 Gütern, so bis 3 noch stehende und bewohnte Güter abgebrannt.

1641
"Ist kein Bauer zu Haus, aber es liegt ein kaiserlicher Gefreiter mit 7 Musketieren darin" (Musketier im MA Landsknecht mit Handfeuerwaffe"

bis 1809
waren alle 4 Orte der ehemaligen Gemeinde eigene Gemeinden

bis 1818
wurden sie der Distiktssteuergemeinde Germersberg angegliedert

ab1818
bildeten sie mit Untersdorf, Weigensdorf und Röhrischhof eine eigene politische Gemeinde mit Name und Sitz Großbellhofen.

1901
Schulisch gehörten unsere 4 Orte zu Kirchröttenbach bis am 1.12.1901 in Großbellhofen eigene Schule errichtet wurde.

1971
Im Rahmen der Gebietsreform kamen unsere Gemeinden mit den 4 Orten zur Marktgemeinde Schnaittach

700 Jahre Großbellhofen von G. Kampfer niedergeschrieben.

Beim Dachumdecken seiner Scheune (erbaut um 1915) fand Erwin Gebhard einen Ziegel mit der Aufschrift:

 

(Quellen: HSA München, F. Schnellbögl 1941/1971, OrtschronikW.Held 1970)