Insgesamt fünf Dörfer – Großbellhofen, Kleinbellhofen, Untersdorf, Weigensdorf und Röhrischhof – bildeten zusammen die «Teilnehmergemeinschaft Großbellhofen II». Sie waren zusammen mit dem Markt Schnaittch Träger des Projekts, für das es Zuschüsse aus dem Programm «Ländliche Entwicklung in Bayern» gab.
Die Gesamtinvestitionssumme des Projektes beläuft sich auf rund 1,122 Millionen Euro, die von der öffentlichen Hand und auch von Privatspenden, oftmals auch von Unternehmen aus der Region, stammen. Zu den größten Neuerungen in den Gemeinden zählen zum Beispiel die Umgestaltung des Dorfplatzes in Untersdorf, in Großbellhofen der Neubau des Feuerwehr- und Dorfhauses, die Renovierung zahlreicher Straßen und Ortsdurchfahrten sowie ein neuer Straßenübergang.
Wie kompliziert allein der Beschluss und die Planung mancher Maßnahmen war, lässt sich am Beispiel des Straßenübergangs am Dorfhaus besonders gut erkennen: Des Nutzens und der Notwendigkeit einer Querungshilfe waren sich alle beteiligten Parteien bewusst, bis jedoch die Finanzierung stand und alle bürokratischen Hürden beseitigt waren, zogen mehrere Monate ins Land. Letztendlich hat die Interessengemeinschaft aber alle wichtigen Ziele erreicht, die sie sich selbst gesteckt hatte.
Zu weiteren Großprojekten kamen im Laufe der Jahre auch zahlreiche kleinere Neuerungen und Verschönerungen, die ebenfalls zeigen, wie wichtig den Dorfbewohnern ihre neue Umgebung ist: zahlreiche neu angelegte Blumenbeete, modernisierte Buswartehäuschen und renovierte Anwesen und Gärten – all das verschönert nun das Ortsbild in den Dörfern insgesamt.
Das lobte auch Stefan Faber, der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, der sowohl mit den großen, als auch den kleinen Neuerungen sehr zufrieden ist. Auch das Fazit von Bürgermeister Georg Brandmüller fällt durchwegs positiv aus. Er betonte noch einmal, dass dieses Projekt ein sehr ehrgeiziges war und dankte allen Beteiligten, die geholfen haben, eine höhere Lebensqualität in den Dörfern zu schaffen.
Am Tag nach dem offiziellen Festakt mit geladenen Gästen konnten die zahlreichen Neuerungen in und um Großbellhofen von interessierten Gästen begutachtet werden. An dem «Tag des offenen Dorfes» präsentierten die stolzen Einheimischen ihr neu gestaltetes Dorf. Dazu gab es selbstverständlich auch Grillspezialitäten sowie Kaffee und Kuchen. Auch der Bau- und Erneuerungsprozess über die kompletten 13 Jahre wurde an verschiedenen Bildertafeln noch einmal genau dargestellt.
Weiterhin hatten einige Betriebe und Firmen in Großbellhofen ihre Tore geöffnet oder Stände aufgebaut. Denn viele Betriebe aus der Region waren mit Arbeiten oder Geldern wesentlich am Erfolg des Projektes beteiligt.
Quelle: www.pegnitz-zeitung.de 7.7.2009 16:34 MEZ