Wenn Herr Jenchen davon spricht, dass „es gerecht zugehen muss“, dann greift auch diese Begründung zu kurz. Die Bayerische Staatsregierung tönte auch noch nach der Wahl sehr laut, dass man Familie und Bildung in besonderem Maße fördern werde. Die Schülerzahl sollte nach diesen Aussagen 25 Kinder pro Klasse nicht überschreiten. Dieser Vorgabe spricht die jetzige Planung Hohn. Man bildet weniger, dafür aber größere Klassen und benachteiligt damit gleichzeitig die Kinder in Kirchröttenbach und Schnaittach. Die Eltern der betroffenen Kinder aus Großbellhofen bestehen einstimmig und kompromisslos darauf, dass ihre Kinder in Kirchröttenbach zur Schule gehen. Die Mehrzahl der künftigen Erstklässer haben bereits Geschwisterkinder in der Kirchröttenbacher Grundschule; hier ist vor allem auch die Nachmittagsbetreuung definitiv gewährleistet. Eltern und Bürger der Orte des Sprengels Kirchröttenbach haben sich mit einer klar umrissenen Vorstellung an die Regierung von Mittelfranken und an Kultusminister Spaenle gewandt. Dieses Schreiben wird durch eine Liste mit mehr als 1200 Unterschriften unterstützt. Außerdem hat man die heimischen Abgeordneten der Bezirksregierung, des Landtages und des Bundestages um Hilfe gebeten. Einige dieser Abgeordneten haben bereits nach kurzer Zeit Unterstützung für die Schule Kirchröttenbach signalisiert und erste Schritte eingeleitet. Es ist also noch nichts entschieden. Die Chancen stehen gut, dass die sozialen und pädagogischen Gründe gegenüber den rein finanziell bedingten Planungen auch in den Ämtern den Vorzug erhalten.Im Namen aller Großbellhofer Eltern.